Grussworte

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Festakt zur Verleihung der Ehrendoktorwürde
an Seine Exzellenz Martin Roos,
Bischof von Temeswar (Rumänien)

Theologische Fakultät Fulda
(4. Februar 2011)



Sehr geehrte Festgäste!

„Erbe und Auftrag“ lautet das Bandverzeichnis des voluminösen Werkes unseres heutigen Laureates, Bischof Martin Roos, über „Die alte Diözese Csanád“. Das bedeutet Dynamismus und Verantwortung, im Einklang mit dem berühmten Spruch von Cicero: „Historia est magistra vitae“ (De Oratore, 2,9).

Lieber Bischof Martin!

Mit Ihrem Einsatz für die Geschichtsforschung im Bistum Temeswar, den Sie, sobald Sie nach „der Wende“ zu Ihren irdischen Wurzel in Rumänien zurückgekommen waren, begonnen haben, haben Sie nicht nur zur Bewahrung von Kunstwerken und anderen Geschichtszeugnissen Ihrer Heimatkirche beigetragen, besonders durch das Diözesanmusem, sondern auch Gebäude und sakrale Gegenstände renovieren lassen, soweit es Ihnen und Ihren vielen Mezenen in Deutschland möglich war.

Ich konnte mir selber ein Zeugnis davon machen, und besonders von Ihrer Begeisterung, als Sie mir als „Museumsführer“ im Diözesanmusem die verschiedenen Objekte – auch in ihrer Geschichte – erklärten. Ich war in jenen Jahren Nuntius in Rumänien – Sie sind ja meine erste „absolute“ Weihe, als ich Ihnen am 28. August 1999 in Ihrer Kathedrale die Hände auflegte –; und mehrmals haben Sie mich eingeladen, mit Ihnen und mit Ihrem damaligen treuen Generalvikar, heute Exzellenz László Böcskei, Bischof von Großwardein, das Bistum zu besuchen.

Ich hatte bei meinen Besuchen gespürt, dass über Ihr Interesse für Geschichte und Kunst, auch eine literarische Neigung hervortrat. Und heute können wir alle feststellen, dass Sie der Gesellschaft – kirchlich und wissenschaftlich betrachtet – bewiesen haben, ein Lehrer, ein Wegweiser, ein Vermittler der Weisheit zu sein. „Summa cum laude“ erlangen Sie den Doktortitel „honoris causa“ atque sudoris, im vollen Einklang mit dem historischen Prinzip, von Ihnen im Vorwort des Werkes erwähnt: „Quod non est in actis, non est in mundo“.